Renaturierung der Münsterschen Aa nahe Nevinghoff

Bis zum Ende der 90er Jahre verlief die Münstersche Aa im Bereich nördlich des Cheruskerrings geradlinig in ein schmales Betonbett gezwängt. Mitte der 80er Jahre kam zum ersten Mal der Gedanke auf, dem Gewässer in diesem Bereich wieder ein natürliches Flussbett zu geben. Die besondere Schwierigkeit lag darin, auch in Zukunft den ankommenden Abfluss schadlos abführen zu können und Überschwemmungen zu vermeiden. Da Gewässer mit natürlich beschaffener Sohle weniger leistungsstark sind, als glatte Betonflächen, musste das Gewässerbett der Aa entsprechend verbreitert werden. Ende der 80er Jahre wurden drei verschiedene Lösungsansätze untersucht, auf deren Grundlage das Tiefbauamt der Stadt Münster einen endgültigen Entwurf erarbeitete. Ende der 90er konnte dann schließlich mit den ersten Erdarbeiten begonnen werden.

Auf einer Länge von etwa 1600 m wurde die Aa von ihrem Betonbett befreit und naturnah umgestaltet. Das Gewässer erhielt über die gesamte Länge ein breiteres Bett, die einmündenden Zuflüsse aus dem Wienburgpark und dem Max-Klemens-Kanal wurden in den neuen Verlauf integriert. Ein Teil des alten Verlaufs wurde als Altarm ohne direkten Zufluss zur Aa erhalten. Wie im gesamten übrigen Bereich ließ das Tiefbauamt auch hier die Betonsohle entfernen und ein natürliches Flussbett gestalten. Auch ein Feuchtbiotop wurde in diesem Zuge angelegt. Ein integrierter Krötentunnel ermöglicht den Amphibien an dieser Stelle die Wanderung zwischen Biotop und Wienburgpark. Auch dies war eine weitere Maßnahme zur Steigerung des Artenreichtums in und an der Aa.

Im Anschluss an diese umfangreiche Maßnahme wurde der neue gestaltete Bereich standortgerecht bepflanzt. Auch ein neuer Weg wurde in diesem Zuge entlang der renaturierten Aa angelegt, von dem aus Fußgänger und Radfahrer nun den Ausblick auf die neue Münstersche Aa genießen können.

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Ansprechpartner: Berthold Reloe | Tel. 0251 / 492 69 30 | Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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